Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Zwei Sozialpreise des Werra-Meißner-Kreises für FvSS

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Am Freitag, den 20.12.2019, verlieh der Werra-Meißner-Kreis in Person von Landrat Stefan Reuß in Eschwege die Sozialpreise 2019. Diesmal wurden Projekte geehrt, die insbesondere den Einsatz für Jugendliche in vielfältiger Form zum Anlass hatten. Vor ca.150 Gästen wurden 19 Preisträger auf würdigende und gleichzeitig locker- launige Art und Weise von Herrn Reuß bedacht.

Ein praktisches Beispiel für den Einsatz für Kinder und Jugendliche war die zu Beginn zackig in die Aula der Anne-Frank-Schule einmarschierende Kapelle der „Rotjacken- Kidz“ des Spielmannszuges Werratal/ Eschwege. Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Ide erläuterte Herr Reuß den Masterplan Jugend des Kreises, der unter dem leicht selbstironischen Titel „Landei 2020“ den Ist-Zustand der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen unter die Lupe genommen hatte und daraus Handlungsempfehlungen ableitete. In diesem Jahr hatte man sich entschieden, alle 19 Bewerber um den Sozialpreis in ihrem besonderen Engagement zu ehren: “Alle haben es verdient!“ Im Kern gehe es darum, in der Kinder- und Jugendarbeit Verantwortung zu übernehmen dafür, dass sich die jüngeren Menschen im Kreis in ihrer Heimat wohlfühlen und sie auch und gerade auf dem Lande einen Platz im Leben finden können.

In alphabetischer Reihenfolge wurden die Städte und Kommunen von B wie Bad Sooden-Allendorf bis W wie Witzenhausen für besondere Projekte geehrt: Imkerinitiative, Sportverein, Spielmannzug, Schulische Streitschlichter- AG, Integrationsinitiative, Kinderbetreuung in den Ferien, musikalische Initiativen wie Hollerock, das Jugendparlament, Jugendtreff Pfarrscheune, freiwillige Feuerwehr, die schon die Kleinsten an die verantwortungsvolle Tätigkeit für das Gemeinwohl heranführt, Heimatverein Weißenborn, Handballdamen, Einsatz für ökologische Anliegen oder das „Come together- Festival…. Im Laufe der Veranstaltung wurde klar, wie vielfältig und kreativ die Initiativen im Kreis arbeiten und welche Möglichkeiten der Partizipation Jugendlichen geboten werden.

Und warum waren besonders viele VertreterInnen der FvSS in Eschwege?

  • Wir wurden für die Aktion Menschenkette von Hirschhagen (der ehemaligen Munitionsfabrik) bis zur Eingangsstufe in Hess. Lichtenau (immerhin 3,6 Kilometer) geehrt, bei der wir zum einen an Blanka Pudler und viele ihrer LeidensgenossInnen erinnern wollten und immerhin fast 2000 Menschen aus dem Kreis mobilisiert haben und zum anderen klar machen wollten, dass wir dort auch für ein „Nie wieder!“ stehen. Die Initiative dafür war von der SV der Schule ausgegangen und vereinte letztlich SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern,Vereine, die Kirchen und viele, viele junge und ältere Bürger der Stadt.
  • Und damit nicht genug: Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der katholischen Kirche hatte sich die Klasse 8c von Herrn Sola Requena an der Errichtung eines Sinnesparcours für behinderte Menschen in den Werraland- Werkstätten in Eschwege beteiligt und u.a. ein unterfahrbares Hochbeet errichtet, so dass auch Menschen im Rollstuhl an Blumen und Kräutern schnuppern können.

Damit waren die FvSS-Schüler und -Lehrer die einzigen, die zwei der begehrten Preise einheimsen konnten.

Ein gelungener Nachmittag, der nach getaner Arbeit alle Beteiligten mit dem Gefühl entließ, gesehen und für das meist ehrenamtliche Engagement geehrt worden zu sein.

Text: C.Seiler, Fotos: M.Sander