Sport an der FvS - Facharbeit Doping - Einleitung

 

1. Einleitung:

 

Jeder hat schon mal etwas von Doping gehört, gelesen oder gesehen. Sei es bei der Tour de France, bei den Sportlern der ehemaligen DDR, Doping in Bezug auf die aktiven Sportler aus Ländern wie Russland oder China, Doping in Verbindung mit den letzten olympischen Spielen oder in Sachen Christoph Daum. Der Begriff Doping ist in unserer Gesellschaft sehr negativ belegt. Sportler, die „Doping“ zu sich nehmen, werden nicht akzeptiert, sie werden nahezu als Verbrecher dargestellt. Doch was steckt eigentlich hinter „Doping“?

 

Doping im Sinne dieser Arbeit ist die illegaler Verbesserung der sportlichen Leistungen durch pharmazeutische Mittel.

 

Der erste Teil meiner Arbeit ist ein sehr wissenschaftlicher Teil, in dem ich die vier Grundarten des Doping beschreibe. Ich erläutere die Wirkungen, die Nebenwirkungen und auch rechtliche Rahmenlinien der Stimulantien, der Sedativa, der Diuretika und der anabolen Steroide. Was sind das eigentlich für Stoffklassen? In den nächsten Seiten gebe ich darüber weitest gehend Aufschluss. Hierbei gehe ich nicht nur auf medizinische Gesichtspunkte ein, wie Erhöhung des Infarktrisikos bei der Einnahme von Betablockern, sondern gehe auch auf die Dopingwirkung von Nasenspray und die für Sportler verheerenden sportjuristischen Folgen von Kaffee ein. Dabei versuche ich aufzuzeigen wie viel von uns und unseren Freunden dabei besonders Arbeitskollegen eigentlich den ganzen Tag „gedopt“ durch die Welt spazieren, wie schwer es für Sportler ist all diesen Mitteln auszuweichen und wie breit eigentlich die Grauzone des Dopings ist.

 

Der zweite Teil ist recht philosophisch gehalten. Es geht im wesentlichen um drei Themenkomplexe, die ich versuche zu verdeutlichen. Als erstes ist hier die Vorbildfunktion von Sportlern zu nennen. Denn Spitzensportler sind nicht nur Sportler sondern auch Pädagogen. Sie prägen das Verhalten von der jüngeren zu ihnen aufschauenden Generation. Das nächste Thema ist der Fairplaygedanke. Hierbei gehe ich auch auf Sportethik ein. Oder ist der Spitzensport eine ethikfreie Zone? Und ist das Foul nicht auch ein strategischer Zug? Das dritte und letzte Thema ist die Ökonomie des Sports. Was hat der Hochleistungsport eigentlich noch mit Ehre zu tun? Geht es nicht vielmehr nur noch um Geld? Und ist dieses Geld nicht auch die Lösung des Dopingproblems? Zwingen die Konzerne die Athleten Pillen zu nehmen? Ich kann jetzt schon vorwegnehmen, dass das Dopingproblem zu komplex ist, um es so einfach erklären und begründen zu können.

 

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