Berufs- und Studienorientierung

Die Freiherr-vom-Stein-Schule (FvSS) in Hessisch Lichtenau führt sehr umfangreiche Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen durch, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler aller Schulzweige gerecht werden. Hierbei werden BSO-Maßnahmen erweitert und durchgeführte Maßnahmen reflektiert.

Durch Zusammenarbeit von mehreren Lehrkräften gelingt es, die BSO zielführend voranzubringen. Ansprechpartner/innen sind v.a. folgende Lehrkräfte:

Herr P. Schmidt, Frau Czirnich, Herr Faupel (Oberstufe und Gesamtorganisation BSO)

Frau Geipel, Frau Letzing, Frau Erdt (Mittelstufe)

BERUFS- und STUDIENORIENTIERUNGS-Tests an der FvSS (KomPo7, Check-U, geva)

KomPo 7

Durch KomPo7, bei der viele Lehrkräfte der FvSS geschult sind, werden Kompetenzen und Interessen der Schülerinnen und Schüler (SuS) festgestellt sowie gezielte Anforderungen an die Berufs- und Arbeitswelt deutlich. SuS erhalten somit Rückmeldungen in verschiedenen Bereichen von zu beobachtenden Fähigkeiten (z.B. Durchhaltevermögen, Kommunikationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Problemlösefähigkeit, respektvoller Umgang, Selbstständigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit). Durch ein abschließendes Feedbackgespräch werden die Ergebnisse von Selbst- und Fremdeinschätzung abgeglichen und dabei Stärken herausgestellt, um eine Richtung hinsichtlich einer Praktikumswahl oder der Berufsorientierung zu treffen. Zudem erhalten die SuS eine Ergebnisübersicht, die typische Tätigkeiten von Berufen und Berufsfeldern graphisch aufzeigt. Durch die regelmäßige Durchführung von KomPo7 erhalten die SuS die Möglichkeit, sich mit den eigenen Stärken individuell auseinanderzusetzen, um somit Kompetenzen und Potenziale zu entdecken. Diese Potenzialanalyse ist ein wichtiger Bestandteil der individuellen Förderung für SuS im Rahmen ihrer Berufsorientierung. Sie ermöglicht es ihnen, zu Beginn ihres Orientierungsprozesses durch Selbst- und Fremdeinschätzung sowie durch handlungsorientierte Verfahren ihre Potenziale zu entdecken. So können Jugendliche ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale auch unabhängig von geschlechterspezifischen Rollenerwartungen im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt entdecken.

Das Ergebnis der Potenzialanalyse von KomPo7 liefert ein breites Spektrum an Erkenntnissen, die für die weitere berufliche Orientierung genutzt werden können. Sie stellt keine Vorfestlegungen auf einen bestimmten Beruf dar. Vielmehr fördert sie die Selbstreflexion und Selbstorganisation der Jugendlichen, auch mit Blick auf die Entscheidungs- und Handlungskompetenz, für den weiteren Prozess der Berufswahl.

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse sind, neben dem schulischerseits verfügbaren Erkenntnisstand, Grundlage für den weiteren Entwicklungs- und Förderprozess bis zum Übergang in die Ausbildung, mit dem Ziel des Einstiegs in die Berufs- und Arbeitswelt.

Hierbei ist die Potenzialanalyse für viele Jugendliche der Einstieg in die Berufsorientierung, auch wenn es hierbei noch gar nicht richtig um die Berufe selbst geht, denn in der Potenzialanalyse erkunden die Lernenden ihre Stärken und werden somit selbstbewusster. Denn wer seine Stärken kennt, findet sich leichter zurecht. Aus diesem Grund soll sie den jungen Menschen dazu anregen, sich bewusst mit ihren Interessen zu beschäftigen und Tendenzen zu Berufen aufzuzeigen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Lehrkräfte können sich einen genaueren Eindruck von den Lernenden machen. SuS haben die Chance, sich selbst besser kennenzulernen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Eltern und Erziehungsberechtigte bekommen durch die Auswertung ein klares Bild von den Kompetenzen ihres Kindes. Alle SuS des Jahrgangs 7 durchlaufen KomPo7.

Check-U-Test

Der von der Bundesagentur für Arbeit bereitgestellte Check-U-Test wird an der FvSS eingesetzt, um seine eigenen Fähigkeiten und Interessen herauszufinden. Zudem gibt das Testergebnis Auskunft darüber, welche Berufe zu einem selbst passen. Dabei werden Stärken und Schwächen herausgestellt, um seine individuelle Zukunft im Bereich der Berufs- und Studienorientierung zielführend zu planen. Dieser etwa zwei Stunden lang dauernde kostenlose Test kann die Suche nach einer passenden Ausbildung oder einem passenden Studium erleichtern, um somit einen Beruf einzuschlagen, in dem man sich wohlfühlt.

Der Test liefert Ergebnisse in vier Bereichen: Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und Interessen, berufliche Interessen sowie das Kennenlernen von Berufen.

Insgesamt bekommt man eine individuelle Auswertung, bei der die TOP 6 Ausbildungsfelder sowie die TOP 6 Studienfelder beinhaltet und zur Selbstfindung dienen, um die Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Am Ende können die Ergebnisse ausgedruckt werden.

Der Check-U-Test ist demnach ein Erkundungstool, welches auf psychologisch fundierten Testverfahren beruht und eine Übersicht hinsichtlich des eigenen Kompetenzprofils ermöglicht. Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 durchlaufen den Check-U-Test.

Link zu weiteren Informationen zu Check-U bei der Bundesagentur für Arbeit

geva-Test

Bei dem geva-Test handelt es sich um einen Test, der wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Eignungsdiagnostik beinhaltet. Dieser ist kostenpflichtig und wird den Schülerinnen und Schülern neben dem Check-U-Test angeboten.

In der Regel ist der Test ab der Jahrgangsstufe 9 zu empfehlen, die mindestens die Fachhochschulreife als Schulabschluss anstreben – eher aber für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zu empfehlen. Ziel ist es hier, die berufliche Orientierung zu systematisieren und dabei berufliche Interessen, Schlüsselqualifikationen sowie ein bevorzugtes Arbeitsumfeld herauszustellen.

Bei diesem Test werden Bereiche wie Allgemeinwissen, Konzentrationsleistung, mathematische Fähigkeiten, Rechtschreibung, räumliches Vorstellungsvermögen, schlussfolgerndes Denken, sprachliches/ technische Verständnis sowie Textverständnis getestet. Der geva-Test dauert einschließlich Instruktionszeit etwa drei Stunden. Die Ergebnisse dieses Tests werden dann sehr detailliert auf etwa 20 Seiten dargestellt. In diesem Zusammenhang bekommt man auch Grafiken und Hintergrundinformationen.

Daraus ist ersichtlich, dass man Auskunft über Begabung, Schlüsselqualifikationen und Leistungsfähigkeit erhält. Rückmeldungen zu Stärken und Optimierungsfeldern werden ebenso dargelegt wie ein Dossier zur schnellen Übersicht sowie eine umfassende Analyse der beruflichen Interessen und Rückmeldungen zur eigenen Motivation.

Zusätzlich kann ein Zertifikat ausgestellt werden, welches einer Bewerbung beigelegt werden kann. Freiwillige Schülerinnen und Schüler ab dem Jahrgang 9, die mindestens die Fachhochschulreife anstreben, können den geva-Test durchlaufen.

Link zum Test des geva-Instituts